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St. Oswald

Südlich von Tagusens liegt auf etwa 750 m Meereshöhe die Ortschaft St.Oswald im Bereich von mehreren urgeschichtlichen Siedlungsplätzen die ins 2. Jahrtausend v.Chr. zurückreichen.
Die Kirche in St. Oswald geht auf romanische Gründung zurück, was man aus der Baustruktur erschließen kann. Die romanische Kapelle – wahrscheinlich mit finanzieller Unterstützung der Herren von Aichach erbaut – erhielt im 14. Jahrhundert einen gotischen Chor. In die letzten Phase der Spätgotik (1521) fällt die Erweiterung und Einwölbung des Kirchenschiffes, ebenso die Errichtung von neuen Fenstern und Türen. Auftraggeber dieses Umbaus war möglicherweise Michael Frh.v. Wolkenstein.
Die den vier Evangelisten geweihte „große“ Glocke trägt die Jahreszahl 1621.
Bis 1830 wurden keine größeren Veränderungen an der Kirche vorgenommen. In dieser Zeit erfolgte eine Renovierung des Turmes sowie des Mauerwerkes.
Der barocke Hochaltar mit dem farbenprangenden Ölgemälde von Franz Sebald Unterberger stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es stellt den König Oswald im Königsgewande mit einem Raben dar; ihm zur Seite sitzt als zweiter Patron der erste Papst Silvester, der in der Hand ein Buch mit den Beschlüssen des Konzils von Nizäa hält.
Der Turm mit zwei Reihen gekuppelter Rundbogenfenster erhielt in der Barockzeit ein Zwiebeldach und besitzt die älteste Glocke der Pfarrei (um 1400).
Umfangreiche Restaurierungsarbeiten waren neuerlich um die Jahrhundertwende notwendig: das Mauerwerk wurde ausgebessert, die alten Türen ersetzt und neue Fenster angebracht.
1901 wurde das Gewölbe des Langhauses vom Maler Sturm neu gestaltet, vier Jahre später übernahm der akademische Maler Franz Rizzi aus Campitello die Dekorierung des Presbyterium.
Ende der 60iger Jahre wurde der Zwiebelturm, um 1982 das Kirchendach neu gedeckt.
Die Innenrestaurierung wurde 1979 in Angriff genommen und 1981 mit der Freilegung und Ausbesserung der Fresken abgeschlossen.
Im Jahre 1988 wurde ein neuer Glockenstuhl errichtet und das Geläute elektrifiziet.

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