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St. Magdalena Tagusens

Westlich von Kastelruth liegt die Fraktion Tagusens auf einem Geländevorsprung zum Grödner Tal hin.
Auf einem Felshügel – etwas außerhalb des Kerns der kleinen Streusiedlung – steht die Kirche zur hl. Magdalena.
Die kleine Kirche ist ein Bau aus romanischer Zeit (13. Jahrhundert). Für diese Zeit typisch sind die Rundbogenfenster des Turmes.
Möglicherweise befindet sich die Kirche auf einem vorgeschichtlichen Siedlungs- und Kultplatz, denn so wie diese Kirche stehen auch andere St. Magdalenakirchen des Landes auf Urzeitplätzen.
Der schönste Besitz dieser Kirche ist der kleine, sehr kustvolle Hochaltar.
Die Schnitzarbeiten stammen von Josef Konrad Wieser aus Brixen (1693-1760), der zu den Spitzenkünstlern des tirolischen Rokokostiles gehört.
Das Hochaltarblatt hat der Maler Franz Sebald Unterberger (1706-1776) aus dem Fleimstal geschaffen. Es stellt die Szene des „Noli me tangere“ am Ostermontag dar.
Die Statue des hl. Florian wird seit dem Dorfbrand 1904 besonders verehrt.

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