Sie befinden sich hier:

St. Michael

Am alten Übergang nach Gröden, dem Panidersattel (1442 m) liegt das Örtchen St. Michael.
St. Michael wurde im Jahr 1353 erstmals urkundlich erwähnt. Die erste Bauphase könnte jedoch bereits im 13. Jahrhundert erfolgt sein.
Um 1500 erfolgte ein Umbau nach gotischem Geschmack. Dabei erhielt der Chorraum seinen polygonalen Abschluss und die Fenster wurden zu Spitzbogenfenster umgeändert. Die Langhausmauern blieben erhalten. Das Rundbogenportal und die Wölbung des Langhauses wurden im 17. Jahrhundert in den bestehenden Bau eingearbeitet.
Wie bei vielen anderen Kirchen Südtirols ist es auch bei St. Michael der Turm, der aus der Frühzeit des Kirchenbaus erhalten geblieben ist.
Charakteristisch für die Architektur des 14. Jahrhunderts sind die ausgestrichenen Mörtelfugen, die der Turmbau aufweist. Auch sind die Rundbogenfenster beibehalten worden.
Die Vorhalle ruht auf Quaderpfeilern, die teilweise mit Steinskulpturen dekoriert wurden. An der Außenfassade wurden Fresken aufgedeckt. Diese stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und stellen die Anbetung der Heiligen Drei Könige sowie den hl. Michael mit der Seelenwaage dar. Verschiedene Künstler aus dem 18. Jahrhundert malten die Langhausdecke in barockem Zeitgefühl aus. Das Bild der Verkündigung sticht aus den drei Werken heraus.
Der Säulenaufbau des Hochaltars ist eine Arbeit aus der Zeit um 1730. Er ist dem hl. Erzengel Michael geweiht. Skulpturen des heiligen Augustin und des heiligen Bernhard sind an der Seite des Altarbildes aufgestellt.

39-KircheSt.Michael.jpg